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5. Wiener Konferenz für
Mediation Mai 2012:

5. Wiener Konferenz für Mediation
 
 STANDORTE

Kooperationspartner:

Mitglied beim:

17. - 19. Mai  2012
V. WIENER KONFERENZ FÜR MEDIATION

Workshopsprogramm "Ubuntu 2012"

WS
WorkshopleiterInnen
Titel des Workshops
abstract
1. Staffel im Bundesamtsgebäude Radetzkistrasse 2, 1030 Wien /
Freitag, den 18. Mai 2012: 09:00 - 10:30
01
Prof. DDr. Joseph
Duss-von Werdt
Was ist mit und zwischen Religionen verhandelbar? Ist Gott mediierbar?
abstract
02
Dr.in Ruth Mischnick
Mediation und Macht
abstract
03
Dr. Rev. Dieter Brandes
Healing of memories - Brücke zwischen Kirchen, Kulturen und Religionen
abstract
04
Dr. Ed Watzke
Sag Moische - kannst du mir erklären den Unterschied zwischen Chuzpe und Frechheit?
abstract
1. Staffel in den ARGE-Häusern 1 & 2, Friedstraße 23, 1210 Wien /
Freitag, den 18. Mai 2012: 09:00 - 10:30
05
Lisa Waas, M.A.
Meta-Mediation von Konfliktkulturen: Konfliktklärungssysteme
abstract
06
Dr.in Galina Pokhmelkina
Dr. Werner Regen
Die Delphinstrategie (nach A. v. Schlippe) in der Mediation
abstract
07
Mag.a Manuela Reimann
Die unsichtbare Frau
abstract
08
Monika Groner
Es "menschelt" überall - auch (oder gerade) in der Kommunalpolitik
abstract
09
Dr. August Thalhamer
Die Rolle von Spiritualität in der Friedensstiftung. Schamanische Wege, Konflikt-Hintergründe zu heilen
abstract
10
Dr.in Petra Padberg
"Ihr habt die Uhr, wir haben die Zeit". Herausforderungen in der interkulturellen Mediation, dargestellt am Beispiel Ägypten
abstract
11
Dr. Gerald Kastner
Bringt der Kulturwandel in Institutionen partizipative Chancen?
abstract
12
Mag. Andreas Jindra & Mag.a Daniela Musiol
Innen-Außen: Der nachhaltige Nähe-Distanz-Ermächtigungs-Tanz
abstract
13
Semir Insayef
Im Wort sein
abstract
 
WS
WorkshopleiterInnen
Titel des Workshops
abstract
2. Staffel im Bundesamtsgebäude Radetzkistrasse 2, 1030 Wien /
Freitag, den 18. Mai 2012: 11:00 - 12:30
14
Prof.in Dr.in Lidija Kuzmanovic &
Mag.a Claudia Huemer
Das Juwel in jedem entdecken - das Wunder Mediation als handfester Baustein für Nachbarschaften zwischen den Kulturen
15
Dr.in Gerda Mehta
In ter kultur leben
16
Dipl. Päd.in Parvaneh Sharafi
Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen / eine Herausforderung
17
DI Hermann Zebisch
Spiritual Intelligence: Mediation als (ein) Steigbügel in eine neue Arbeitswelt
2. Staffel in den ARGE-Häusern 1 & 2, Friedstraße 23, 1210 Wien /
Freitag, den 18. Mai 2012: 11:00 - 12:30
18
Ass. Prof.in Dr.in Ulrike Frauenberger-Pfeiler &
Mag. Dr. Peter Adler
Individuelle Rechtsansprüche und Mediation - ein Widerspruch?
19
Mag. Elmar Türk
Mediative Begleitung von Familien mit Angehörigen in schweren psychischen Krisen
20
Dr.in Jamie Walker
Eltern sein über Grenzen hinweg.
21
Judith Niederberger von Wyl, M.A.
Mediation und Frauenrechte in Afghanistan
22
Wolfgang Gulis &
DI Dr.in Karin Grasenick
CPC – Conflict Partner Catalyst
23
Mag.a Dr.in Ixy Noever
Konfliktregelung im Kulturvergleich
24
Dr.in Aniko Kaposvari
Die Nase des Cyrano de Bergerac – ein Understatement? Statusspiele
25
Prof.in Dr.in Lidia Voskobitova
Strafrecht und Mediation - ein Widerspruch?

Die Workshops / Abstracts

WS 01: Was ist mit und zwischen Religionen verhandelbar? Ist Gott mediierbar?
Religionen sind voneinander abhängig in Frieden und Streit. Ob sie glauben oder nicht, vertreten anwesende Menschen in der Mediation ihren abwesenden Gott. Sind (religiöse) Wahrheiten verhandelbar? Was könnten Ziele sein? Wie steht es mit allzu menschlichen Interessen...? Im Gespräch geht es um Nach- und Vordenken, nicht um Machen.

Prof. DDr. Josef Duss-von Werdt (CH): Philosoph, "Systemiker" im Alltag und Beruf, um die gegenseitige Abhängigkeit gemeinsam zu gestalten; Mediator und Langstreckenwanderer
 
WS 02: Mediation und Macht
Wenn Macht nach der Mediation greift und wenn Mediation nach der Macht greift: Welche Beziehungen bestehen, und wer verhilft wem wozu? Sind wir uns für nichts zu schade? Sind wir wirklich so naiv? Der etwas andere Blick auf Akteure im Konfliktfeld im Pakt mit den Konfliktberatern.

Dr.in Ruth Mischnick (D): Juristin, systemische Psychologin, international tätige Mediatorin mit Institut in Bonn
 
WS 03: Healing of memories - Brücke zwischen Kirchen, Kulturen und Religionen
Internationale ökumenische Friedensarbeit

HoM ist eine zunächst in Südafrika entwickelte Methodologie zur Aufarbeitung von Geschichte und Geschichten ("story telling"), die Menschen all zu lang sprachlos sein ließen. HoM ist ein interdisziplinärer Prozess zur "tiefengeschichtlichen Aufarbeitung" kultureller, religiöser und ethnischer Grundlagen - insbesondere von gesellschaftlich und/oder persönlich erfahrener schmerzvoller Geschichte. HoM-Methodologie wird inzwischen in vielen Ländern Afrikas, in Lateinamerika, Australien und Europa (Nordirland, Polen, Skandinavien, Südosteuropa) praktiziert. Im Workshop soll der Versöhnungsansatz durch "Heilen von Erinnerung" an Beispielen in Afrika, Südosteuropa, Nordirland und Australien diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Dr. Rev. Dieter Brandes (D): Pfarrer und Ökonom, ehem. Direktor der ökumenischen Stiftung „Reconciliation in South East Europe“, Projektleiter "Healing of Memories zwischen Kirchen, Kulturen und Religionen in Rumänien", Beauftragter des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK)
 
WS 04: Sag Moische - kannst du mir erklären den Unterschied zwischen Chuzpe und Frechheit?
Also hör: Nehmen wir mal an, du kommst überraschender Weise nach Hause und findest deine Frau in den Armen deines besten Freundes vor. Das ist eine Frechheit. Wenn dir aber deine Frau auf deine Empörung hin entgegnet, "du solltest dir an deinem Freund ein Beispiel nehmen", dann ist das Chuzpe.

Dr. Ed Watzke (A): Des fahrenden Volkes einer, bewandert in allerlei psycho- und sozionautischen Aventiuren, Mediator, Geschichtenerzähler, Psychotherapeut, Autor.
 
WS 05: Meta-Mediation von Konfliktkulturen: Konfliktklärungssysteme
Dieser Workshop richtet sich an MediatorInnen, die Organisationen und Unternehmen dabei unterstützen wollen, eine Konfliktkultur für sich zu entwickeln, die es allen Beteiligten ermöglicht, legitim und transparent konstruktiv mit Konflikten umzugehen. Ziel ist ein Erfahrungsaustausch über Beispiele aus der Praxis.

Lisa Waas, M.A. (D): Ethnologin, Mediatorin und Ausbilderin BM, GF Perspektivenklärung GmbH (akademie perspektivenwechsel), leitet Masterstudiengang „Mediation, Konfliktforschung und Entwicklung von Konfliktklärungssystemen“ in Basel und München
 
WS 06: Die Delphinstrategie (nach A. v. Schlippe) in der Mediation
Jeder Mediator steht vor der Aufgabe, neue Handlungsalternativen beim Medianten zu initiieren. Wie löse ich als Mediator dabei Hindernisse in Form von Denkmustern auf, die der Mediant über die Erwartungen der Erwartungen anderer hat? Praktische bewährte Handlungsmuster werden gezeigt.

Dr.in Galina Pokhmelkina (RU): Mediatorin, Supervisorin, Psychotherapeutin in Privatpraxis; Trainerin und Supervisorin der Berater in Extremsituationen im Weiterbildungsinstitut der Polizeiakademie; Leiterin des Zentrums für Psychotherapieausbildung in Moskau.
Dr. Werner Regen
 
WS 07: Die unsichtbare Frau
In der Mediationsausbildung finden wir einen überwiegenden Anteil an Frauen. Dieser Anteil verändert sich erheblich, betrachten wir die Ausübung der Mediation und die Besetzung von interessenspolitischen Funktionen. Die Analyse, die Ursachen und die Auswirkungen dieser Situation stehen im Zentrum dieses Workshops.

Mag.a Manuela Reimann (A): Psychologin, Pädagogin, Mediatorin, Lehrmediatorin, Frauenforschung. Mitglied im Beirat Mediation des Justizministerium
 
WS 08: Es "menschelt" überall – auch (oder gerade) in der Kommunalpolitik.
Mediation – ein Weg zu mehr Menschlichkeit in der Politik

Politische Auseinandersetzungen werden oft von Beziehungsproblemen überschattet. Was bedeutet das für die Politik in Gemeinden und Städten? Mehrere Kommunen haben Hilfe mit Mediation gesucht und waren damit sehr erfolgreich. (Bericht, Diskussion, Perspektiven)

Monika Groner (D): Bürgermeisterin a.D., Mediatorin, Rechtsanwältin
 
WS 09: Die Rolle von Spiritualität in der Friedensstiftung. Schamanische Wege, Konflikt - Hintergründe zu heilen.
Aus spiritueller Sicht, sind Konfliktparteien (oft schon lange) miteinander verbunden durch etwas Drittes, über sie Hinausgehendes. Schamanisch gesehen, geht es daher nicht nur um die Heilung der Beziehungen innerhalb der Personen und zwischen ihnen, sondern auch um die Herstellung der Harmonie mit den Ahnen und mit der übrigen Natur – was oft erstaunliche Wirkungen hat.
Unsere Vorfahren haben Möglichkeiten gefunden, in der Trance einer „Schamanischen Reise“ verborgene Hinter-gründe u. Zusammenhänge eines Konfliktes und der Konfliktpartner zu erkennen, z.B. auch einer „belasteten Gegend“ und Lösungswege zu eruieren. Im WS werden wir eine der Möglichkeiten schamanischer Konfliktbehandlung üben.

Dr. August Thalhamer (A): Theologe, Philosoph, Psychologe, Gruppentrainer, Wirtschaftspsychologe, Psychotherapeut und Stadtschamane in freier Praxis in Linz. “Der Heilungsweg des Schamanen - im Lichte westlicher Psychotherapie und christlicher Überlieferung”, edition pro mente.
 
WS 10: „Ihr habt die Uhr, wir haben die Zeit.“ Herausforderungen in der interkulturellen Mediation, dargestellt am Beispiel Ägypten
Interkulturelle Kompetenz hilft dabei, Verständnis für die kulturell verschiedenen Konfliktpartner zu entwickeln und die Kommunikations- und Verhandlungsstrategien darauf ein zu stellen. Interkulturelle Kompetenz vermeidet typische Konfliktfallen und sorgt für einen gerechten Interessensausgleich. Der Workshop beschäftigt sich mit der Bedeutung von Kultur, interkultureller Kompetenz und Sensibilität; interkultureller Kommunikation sowie interkultureller Handlungs- und Verhandlungskompetenz.

Dr.in Petra Padberg (D): Juristin, international tätige Mediatorin (Schwerpunkte in Osteuropa und im Nahen Osten), Lehrtrainerin BMWA® für Mediation, Verhandlungs- und Konfliktmanagement, Executive Coach und Supervisorin.
 
WS 11: Bringt der Kulturwandel in Institutionen partizipative Chancen?
Zunehmend setzen wir auf Mündigkeit der MitarbeiterInnen in den Verwaltungen, Wirtschaftsbetrieben und anderen Einrichtungen. Wie verändert sich das Problem- und Konfliktmanagement unter diesen Voraussetzungen, wird beides partizipativ, oder bleibt alles beim Alten?

Dr. Gerald Kastner (A): Mediator, Psychologe, Psychotherapeut, Geschäftspartner von MINWIN, MediatorInnenNetzwerk www.minwin.at mit Schwerpunkt auf interner Kommunikation und Konfliktmanagement, Wirtschaftsmediation
 
WS 12: Innen - Außen: Der nachhaltige Nähe – Distanz – Ermächtigungs - Tanz
In Krisen- und Konfliktsituationen braucht es Beratung von außen! Interne BeraterInnen geraten leicht in Interessens- und Hierarchiekonflikte! Wer selbst involviert ist, kann nicht beratend/mediierend tätig sein!

Diese und andere Beratungs- und Mediationsdogmen werden im Workshop hinterfragt. Die von Jindra/Musiol entwickelte Methode der Innen - Außen - Beratung wird als ein zusätzlicher methodischer Ansatz vorgestellt, um team- und organisationsinterne Ressourcen als Interner besser einbinden zu können.

Mag. Andreas Jindra (A): Lehrmediator, Mediator, Trainer, Coach, als Innen- und Außenberater tätig.
Mag.a Daniela Musiol (A): Abgeordnete zum Nationalrat, Mediatorin, Juristin, Sozialarbeiterin, als Innen- und Außenberaterin tätig.
 
WS 13: Im Wort sein
Es heißt: sprache schafft wirklichkeit. wir wissen von „problem-talk“, „solution-talk“ und von der macht der metapher. aber die fragen liegen tiefer. hat der mensch sprache, ist der mensch sprache oder hat die sprache den menschen? sind wir uns also selbst und den anderen immer im wort? eine suche nach sprachen, identitäten und der zündung von möglichkeiten ...

„Jeder Mensch erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält, … oder eine ganze Reihe von Geschichten“ Max Frisch

Semier Insayif (A): Dichter und freier Schriftsteller, Literaturvermittler, Mediator, systemischer Coach, Moderator, Kommunikations- und Verhaltenstrainer, www.semierinsayif.com
 
WS 14: Das Juwel in jedem entdecken - das Wunder Mediation als handfester Baustein für Nachbarschaften zwischen den Kulturen
wohnpartner ist seit 1,5 Jahren ein Nachbarschaftsservice in Wiener Gemeindebauten. Dafür wurden eigene Modelle und Techniken der Mediation entwickelt (interkultureller MediatorInnenpool, zweisprachige Mediationsarbeit, Mediationscoaching von benachteiligten Gruppen, etc.), um aus belasteten Nachbarschaften funktionierendes Gemeinwesen zu schaffen.
Im Workshop werden diese Methoden praktisch erfahrbar gemacht, diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.

Prof.in Dr.in Lidija Kuzmanovic (A): langjährige leitende Mitarbeiterin der MA 17, Stadt Wien, seit Jänner 2010 Teamleitung bei wohnpartner, Mediatorin mit interkulturellem Schwerpunkt.
Mag.a Claudia Huemer (A): Mediatorin in freier Praxis, Lehrmediatorin bei Wifis in Wien und NÖ, Mediationsprojekte in Wien (Schulen, Umwelt, Bürgerbeteiligung, Nachbarschaften etc), Entwicklung von Methoden wie interkultureller MediatorInnenpool, seit Jänner 2010 Teammanagement und fachliche Leitung bei wohnpartner
 
WS 15: In ter kultur leben
Erfahrungen mit anderen und anderem ist eines, andere über ihre Erfahrungen in unserer Kultur sprechen hören und mit ihnen zu diskutieren, ist ein anderes. Wir laden Sie ein, mitzumachen und so über den eigenen Tellerrand in die eigenen Tellerinhalte (zurück) zu blicken.

Dr.in Gerda Mehta (A): Klinische und Gesundheitspsychologin, Mediatorin, systemische Familientherapeutin, in verschiedenen Ländern unterrichtend.
 
WS 16: Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen / eine Herausforderung
Viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge haben in ihrem Heimatland oder auf der Flucht traumatische Erfahrungen gemacht. Dies stellt erhöhte Anforderungen an die pädagogische Betreuung und Beratung dieser Zielgruppe. Sozialpädagogisches Handeln bewegt sich hier jedoch zwischen zwei Fronten: Auf der einen Seite stehen die Ansprüche der Sozialpädagogik: Vertrauen herzustellen, Integration zu fördern und Zukunftsperspektiven aufzubauen. Auf der anderen Seite stehen die sozial- politischen Regelungen des Landes, die bei dieser Zielgruppe das Erreichen der genannten pädagogischen Ziele erschweren oder gar verhindern. Darüber hinaus fehlen Kenntnisse über Herkunftsfamilie und -land und deren jeweilige soziokulturellen Besonderheiten und Ideale, was die Durchsetzung sozialpädagogischer Standards bei dieser Zielgruppe kompliziert macht. Wie können wir junge Menschen „erreichen“, wenn wir von ihnen und ihren Zielen nichts wissen oder nichts wissen dürfen? Das ist die Herausforderung.

Dipl. Päd.in Parvaneh Sharafi (A): Erziehungswissenschafterin und Psychologin, Lebens- und Sozialberaterin, Coach und Supervisorin, angestellt beim Integrationshaus Wien. Erfahrung in der Jugendarbeit, davon 10 Jahre mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.
 
WS 17: Spiritual Intelligence: Mediation als (ein) Steigbügel in eine neue Arbeitswelt
Wenn im Berufsleben die ‚Hygienefaktoren‘ wie attraktive Vision, klares Ziel, gutes Einkommen, schöner Arbeitsplatz, gesundes Umfeld… erfüllt sind, entsteht ‚Lust nach mehr‘.
Mediation bietet Führungskräften (erstmals?) Werkzeuge und Techniken, für sich und für die MitarbeiterInnen dieses Vakuum aufzufüllen. Im Workshop sollen Erfahrungen des Vortragenden mit denen der TeilnehmerInnen abgeglichen werden.

DI Hermann Zebisch (A): „Fünf Seelen wohnen, ach, in meiner Brust…“: Unternehmer, Mediator, Coach, Wortspieler, Suchender
 
WS 18: Individuelle Rechtsansprüche und Mediation - ein Widerspruch?
MediatorInnen bringen Menschen dazu, gemeinsam neue Lösungen zu erarbeiten. Gesetze legen fest, was Menschen zusteht, jeweils nach dem Kräfteverhältnis politischer Strömungen und Machtverhältnisse. Wie gehen wir in der Mediation damit um, wenn auf "Rechte" verzichtet wird?
Ass. Prof. in Dr.in Frauenberger-Pfeiler Ulrike (A): Assistenzprofessorin für Zivilverfahrensrecht an der Universität Wien, Koordinatorin des Wahlfachkorbs "Mediation und andere Formen der alternativen Konfliktbeilegung"; Forschungsschwerpunkte: Europäisches Zivilverfahrensrecht, Schiedsrecht

Mag. Dr. Peter Adler (A):
Mediator, Unternehmer und Unternehmensberater; Mediationsbeiratsmitglied im Justizministerium (A), Obmann "Mediation ohne Barrieren", Lehrender im "Wahlfachkorb Mediation" an der Universität Wien
 
WS 19: Mediative Begleitung von Familien mit Angehörigen in schweren psychischen Krisen
Schwere psychische Krisen gelten als „Ausschlussgrund“ für Mediation.

Familien werden stark herausgefordert, wenn ein Mitglied in eine schwere psychische Krise gerät. Gerade dann unterstützt Mediation in der Bewältigung alltäglicher Anforderungen und beim Treffen von Vereinbarungen. Die Begleitung solcher Familiensysteme verlangt ein robustes Verständnis von Mediationsfähigkeit. Mediative Kompetenzen müssen flexibel auf die speziellen Bedürfnisse der Situation angepasst werden.

Mag. Elmar Türk (A): eingetragener Mediator, Lebens- und Sozialberater, seit 1998 Mitarbeit im Verein Windhorse
 
WS 20: Eltern sein über Grenzen hinweg.
Die steigende Anzahl binationaler Familien führt bei Trennung und Scheidung zu einer steigenden Anzahl persönlicher und rechtlicher Auseinandersetzungen über Grenzen hinweg und sogar zu vermehrten Fällen elterlicher Kindesentführung. Wie lassen sich solche hocheskalierten Fälle - die häufig in einem engen zeitlichen und rechtlichen Rahmen stattfinden - effektiv mediieren?

Dr.in Jamie Walker (D): Mediatorin und Mediationsausbilderin (BM) aus Berlin und 2. Vorsitzende des Vereins Mediation bei internationalen Kindschaftskonflikten e.V. (www.mikk-ev.de)
 
WS 21: Mediation und Frauenrechte in Afghanistan
Trotz moderner Gesetzgebung ist es im heutigen Afghanistan um die Rechte von Frauen nicht gut bestellt. Mediation westlicher Prägung bietet sich als Vermittlungsverfahren besonders an. Im Workshop wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich im Westen entwickelte Konzepte, Instrumente und Methoden der Mediation im anderen kulturellen Kontext überhaupt anwenden lassen, und welche Adaptionen allenfalls gemacht werden müssen.

Judith Niederberger von Wyl, M.A. (CH): Politikwissenschafterin, Mediatorin, 2008 - 2009 Friedensfachkraft des Deutschen Entwicklungsdienstes für das lokale NGO Cooperation Center for Afghanistan, heute Programmverantwortliche für die Caritas Schweiz sowie freischaffende Trainerin und Konsulentin in der internationalen Friedensförderung
 
WS 22: CPC – Conflict Partner Catalyst
Im Rahmen dieses Workshops werden wir Fragen aus der Praxis erörtern und die von Dudley Weeks konzipierte „Conflict Partnership Catalyst“ (CPC) Methode präsentieren. Der Workshop erläutert die Grundlagen und analysiert die Wirksamkeit von CPC in interkulturellen Kontexten anhand von Beispielen.

Wolfgang Gulis (A): Langjähriger Geschäftsführer und Chefredakteur beim Verein Zebra/zebratl. Coach, Trainer und Vortragender in zahlreichen internationalen und nationalen Projekten
DI Dr.in Karin Grasenick (A): Gründerin und Geschäftsführerin von convelop cooperative knowledge design gmbh (www.convelop.at). Gründerin der CPC-Gruppe Österreich (www.conflictpartnership.net)
 
WS 23: Konfliktregelung im Kulturvergleich
Darstellung, Umgangsweisen und Lösungsansätze von Konflikten in Paarbeziehungen bei einem nordafrikanischen Berberstamm und ein Vergleich zu unserer Kultur bilden die Basis zum Austausch eigener Erfahrungen mit interkulturellen Beziehungskonflikten und deren spezifische Konfliktlösungen. Ein Ziel des Workshops ist es, den TeilnehmerInnen Einblick in ethnologische Betrachtungsweisen und Methoden interkultureller Konfliktregelung zu geben.

Mag.a Dr.in Ixy Noever (A): Kultur- und Sozialanthropologin, mehrfache Feldforschungen in Marokko zu "Heirat und Scheidung, Konfliktregelung in zwischengeschlechtlichen Beziehungen“ etc. Lehrbeauftragte, Leiterin von Schulprojekten "Gemeinsam statt einsam - Kulturelle Vielfalt in Zeiten der Globalisierung", Filmemacherin, Autorin, Mediatorin, Lebens- und Sozialberaterin, Mutter von 2 Kindern
 
WS 24: Die Nase des Cyrano de Bergerac – ein Understatement? Statusspiele
Transfer von Theatralischem, Dramaturgischem; szenisches Verstehen des professionellen Habitus in der Mediation. Spielerisches Erkunden von Szenischem. Stilübungen, Variationen.

Dr.in Aniko Kaposvari (A): Mediatorin, Trainerin und Ausbildnerin mit Schwerpunkt Interkulturalität. Gründerin und aktives Mitglied des ADHOC-THEATER
 
WS 25: Strafrecht und Mediation - ein Widerspruch?
Die Philosophie des Strafrechtes wurde über viele Jahre in ein Regelwerk übersetzt, das anderen Prinzipien folgt und anderen Paradigmen verpflichtet ist als Mediation. Dennoch wollen beide Verfahren zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Wie weit könnte man diese beiden Welten zusammenbringen und wo sie ergänzen lassen? Und wie können sie den zwischenmenschlichen Problemen weiterhin gerecht werden?- eine lebhafte Auseinandersetzung mit Grundlagen wird erwartet – über Kulturen und politische Traditionen hinweg. Übersetzung von Deutsch/ russisch: Galina Pokhmelkina

Prof.in Dr.in Lidia Voskobitova (Ru): Juristin, Leiterin der Abteilung für Strafrechtsprozesse an der staatlichen juridischen Akademie Moskaus; Entwurf mehrerer Gesetze für das Parlament
kleines eck