„Erbschaften und andere Verletzungen.“ Intergenerationale Konflikte bearbeiten.

Datum: 03. Dezember 2019

Uhrzeit: 10:00 Uhr

Ort: ARGE Bildungsmanagement, ARGE-Campus

ACHTUNG - nur noch Restplätze verfügbar!
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„Erbschaften und andere Verletzungen.“ Intergenerationale Konflikte bearbeiten.

Wenn Eltern und Großeltern tot sind, ist es zu spät. Dann lassen sich unaufgelöste Konflikte mit ihnen nur noch im Rahmen von psychotherapeutischen Sitzungen bearbeiten. Deshalb liegt einer der Schwerpunkte intergenerationaler Mediation auf Prävention.
Angesichts der Veränderungen klassischer Familien- und Rollenbilder und zunehmend komplexer Familienkonstellationen (Patchwork etc.) erhöht sich die Anzahl potenzieller Konfliktherde. Das betrifft nicht nur unterschiedliche Werthaltungen von Kindern, Eltern und Großeltern, sondern wird insbesondere dort brisant, wo es um professionelle Kontinuitäten (z. B. Zusammenarbeit in Familienunternehmen oder Hof- und Betriebsübergaben) oder um die Pflege älterer Angehöriger geht.
Erbschaftsangelegenheiten sind ein besonders sensibles Feld, weil sie familiäre Konfliktlinien sichtbar machen und alte Kränkungen an die Oberfläche spülen können – umso besser also, wenn die damit zusammenhängenden Fragen noch zu Lebzeiten des Erblassers geklärt werden können.
In Auseinandersetzungen dieser Art ist die Emotionalität häufig extrem hoch, weil es um fundamentale Werte – Lebenskonzepte, Hinterlassenschaften, Würde am Ende des Lebens – geht. Gleichzeitig zeigt sich, dass eine konsensuale Lösung dieser Fragen gerade den Angehörigen der älteren Generation das Abschiednehmen ungemein erleichtert.

Inhalt:
Die TeilnehmerInnen lernen die vielfältigen Einsatzbereiche und inhaltlichen Schwerpunkte intergenerationaler Mediation kennen.

Ziele:
Sensbilisierung für die besondere Emotionalität intergenerationaler Konflikte, Erproben und Entwickeln entsprechender Werkzeuge und Methoden.

Zielgruppe:
MediatorInnen und andere Interessierte.
Der Fortbildungs-Workshop ist für Eingetragene MediatorInnen für die erforderliche Fortbildung gemäß § 20 ZivMedG (insgesamt 50 Stunden innerhalb von 5 Jahren) anrechenbar.

Termin:
Dienstag, 03. Dezember 2019
um 10.00-18.15 Uhr (1-tägig, 8 U-.St.)

Seminarleitung:

  • Mag.a Daniela Musiol
    ist Juristin, Mediatorin, Sozialarbeiterin, Nationalratsabgeordnete a. D. und seit 1996 als Beraterin mit den Schwerpunkten Familien-, Erbschafts-, intergenerationale, Team- und Organisationsmediation sowie Supervision und Coaching tätig. Themen in der Beratung sind unter anderem: Rollenentwicklung, Partizipationsprozesse, Biografiearbeit, Tod und Trauer am Arbeitsplatz sowie andere traurige Angelegenheiten.
  • Mag. Thomas Geldmacher
    ist Politikwissenschaftler, Mediator und Berater mit den Schwerpunkten Projekt-, Strategie- und Markenentwicklung in politiknahen Organisationen, Mediation im kulturellen Bereich, Präsentations- und Kommunikationstechniken, Tod und Trauer am Arbeitsplatz sowie andere traurige Angelegenheiten.

Veranstaltungsort:
ARGE Campus, 1210 Wien

Teilnahmegebühr:

  • € 175,- Normalpreis
  • € 145,- für TeilnehmerInnen und AbsolventInnen der ARGE-Lehrgänge

TeilnehmerInnenzahl:
12-20 Personen (Platzvergabe nach dem Zeitpunkt der Anmeldung)

Anmeldeschluss:
19.11.2019

 

Rücktrittsbedingungen
Bei Stornierung einer Buchung bis 14 Tage vor Beginn der Veranstaltung beträgt die Bearbeitungsgebühr 40 € und bedarf der schriftlichen Abmeldung per Post, Fax oder E-Mail und einer Bestätigung des Erhalts von Seiten der ARGE Bildungsmanagement GmbH.
Bei Stornierungen ab 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn oder Nichterscheinen am Veranstaltungstag wird die gesamte Seminargebühr in Rechnung gestellt. Selbstverständlich ist eine Vertretung der angemeldeten Person ohne Zusatzkosten möglich.